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Florian Reit im Winkl 40/1
Hilfelöschfahrzeug
MZF35/140/1LFVersorger
HLF 40/1 - MAN TGM 15.290 4x4 BL MAGIRUS
Fahrzeugdaten
Beladung
 
Brandbekämpfung
- Wassertank 1.600 Liter
- Schaummitteltank 120 Liter
- Heckeinbaupumpe 2000 l bei 10 bar
- automatische Schaummittelzumischung
- 4 Atemschutzgeräte (Dräger)
- 4 Reserveflaschen
- 4 Hitzeschutzanzüge
- 4 leichte CSA-Anzüge
- Schnellangriff mit Hohlstrahlrohr
- 4 C-Rohr-Tragekörbe mit Hohlstrahlrohre
- Wärmebildkamera
- 2 Hydroschilder (Wasserschilder)
- Feuerwehrsicherheitsleinen

 
Technische Hilfeleistung
- Hydraulikaggregat (Lukas)
- Spreizer und Rettungsschere (Lukas)
- Kombigerät und Pedalschneider (Lukas)
- Teleskop-Rettungszylinder
- Hebekissensatz
- Schaufeltrage und Spinboard
- Verkehrsabsicherung
- Stromaggregat 14 kW (Rosenbauer)
- 2 LED Arbeitsscheinwerfer mit Stativ
- 4 Steckleitern
- Motorsäge (Stihl) und Trennschleifer
- Ölbindemittel verschiedener Ausführungen
- Tauchpumpe

MAN TGM 15.290 mit MAGIRUS-Aufbau
Baujahr: 2015
Hubraum: 6.178 cm³
Leistung: 213 kW (290 PS)
Getriebeart: MAN TipMatic
Gesamtgewicht: 15.000 kg
Besatzung: 1 + 8 Personen

 
Die wichtigsten technischen Ausrüstungen im Detail
  Hydraulischer Rettungssatz  
Im Tanklöschfahrzeug wurde ein neuer hydraulischer Rettungssatz vom Hersteller LUKAS integriert. Dieser findet seinen Einsatz vorwiegend in der technischen Hilfeleistung bei Fahrzeugöffnungen und -sicherungen zur Personenrettung.

Der Rettungssatz beinhaltet sowohl Spreizergerät, Rettungsschere, Kombigerät und ein Pedalschneidegerät, wie auch verschiedene Teleskop-Rettungszylinder. Über Schnellverschlusskupplungen werden diese von einem Hydraulikaggregat versorgt. Den notwendigen elektrischen Strom liefert ein externer Stromerzeuger. Zum weiteren Umfang des Rettungssatzes zählen verschiedene Unterleg- und Sicherungswerkzeuge, sowie magnetische Schutzabdeckungen die beispielsweise an Fahrzeugsäulen angebracht werden.


 
       
       
 
Strahlrohre, Hydroschilder, Verteiler und Tauchpumpe  
Im Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Reit im Winkl befinden sich mehrere moderne C-Hohlstrahlrohre (1). Diese ermöglichen den Einsatzkräften, Wassermenge und Streuung für optimale Brandbekämpfung optimal einzustellen. Für die Brandbekämpfung mit Löschschaum werden Hohlstrahlrohre mit Zumischer (2) und bei Bedarf Aufsätze (3) verwendet.

Mit den Hydroschlidern (4) können Wasserwände erzeugt werden, die beispielsweise benachbarte Häuser schützen sollen. Im Fahrzeug befinden sich zudem mehrere Verteiler (5) mit B und C-Anschlüssen. Die Tauchpumpe (6) wird in der Regel eingesetzt, um unter Wasser stehende Keller auszupumpen.


       
       
  Hitzeschutzanzug, Schnittschutzausrüstung und Motorsäge
 
Im Fahrzeug sind mehrere Hitzeschutzbekleidungen Form II untergebracht, welche aus Mantel mit integrierter Kopfschutzhaube und Handschuhen bestehen. Der silberne Hitzeschutz kann über die Einsatzkleidung angezogen werden und schützt die Feuerwehrleute vor thermischen Risiken.

Für Arbeiten mit der im Fahrzeug befindlichen Motorsäge ist eine Schnittschutzkleidung erforderlich. Bestehend aus Jacke und Hose soll sie in Verbindung mit einem Holzarbeitshelm die Einsatzkräfte vor Verletzungen bewahren. Auf dem Foto rechts sind außerdem noch ein Kraftstoffkanister für die Säge wie eine Axt abgebildet.


   
 
Fahrzeugweihe HLF 20 am 21. Juni 2015
Damit das neue Feuerwehrfahrzeug in Notfällen wirksame Hilfe leisten kann und die Feuerwehrleute stets unfallfrei von den Einsätzen zurückkommen, dazu bedürfe es des Segens Gottes. Dies war die übereinstimmende Überzeugung der Redner bei der Segnung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges HLF 20 vor der Pfarrkirche St. Pankratius. Vorangegangen war dem ein festlicher Gottesdienst in der Kirche, bei dem die Fahnenabordnungen auch der Nachbarwehren den Altarraum umrahmten. Es sei immer schön und beruhigend, wenn bei einem Unfall Hilfe geleistet wird, sagte Pfarrer Martin Straßer. Den Feuerwehrdienst bezeichnete er als einen großartigen Ehrendienst. Der Segen gelte auch den Feuerwehrleuten, denen er Kraft und innere Stärke wünschte, dass sie die immer neuen Herausforderungen bei Einsätzen gut bewältigen. Vor der Kirche segnete er das geschmückte Fahrzeug und erbat die Hilfe Gottes. Angeführt von der Musikkapelle, deren Bläser schon den Gottesdienst musikalisch umrahmt hatten, bewegte sich dann ein stattlicher Festzug mit den Feuerwehrleuten von Reit im Winkl und einer ansehnlichen Zahl von Nachbarwehren diesseits und jenseits der Landesgrenze sowie den Fahnenabordnungen der übrigen Ortsvereine zum Feuerwehrgerätehaus.
Bei guter Bewirtung konnten dort auch alle übrigen Fahrzeuge und Gerätschaften besichtigt werden. Kommandant Günther Braun stellte das Hilfeleistungslöschfahrzeug vor und erklärte die technischen Daten. Man habe mit diesem die bestmögliche Lösung gefunden, auch im Hinblick darauf, dass inzwischen etwa dreiviertel aller Einsätze die technische Hilfeleistung gegenüber der Brandbekämpfung beträfen. Die Gesamtkosten betrugen 347 000 Euro, wobei nach Abzug der staatlichen Förderung und der Beiträge von Förderverein und Feuerwehrverein von der Gemeinde noch rund 218 000 Euro aufzubringen waren.
Kreisbrandinspektor Georg König gratulierte zum neuen Fahrzeug und wünschte den Feuerwehrleuten, dass sie damit von ihren Einsätzen immer unfallfrei zu ihren Familien zurückkommen. Er zollte ihnen großen Respekt dafür, dass sie 365 Tage im Jahr Tag und Nacht einsatzbereit seien und bedankte sich bei allen anwesenden Feuerwehren für die stets gute Zusammenarbeit mit der Kreisbrandinspektion. „Mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug gewinnt unser Ort ein weiteres Stück Sicherheit und Lebensqualität für die Zukunft“, dies stellte erfreut Bürgermeister Josef Heigenhauser fest. Er ging auf den Werdegang des 2013 in Auftrag gegebenen Fahrzeugs ein, das jetzt das 1986 angeschaffte Tanklöschfahrzeug abgelöst hat, und bedankte sich beim damaligen Kommandanten Hubert Heistracher und beim jetzigen Günther Braun für die stets enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Sein großer Dank galt auch dem inzwischen aufgelösten Förderverein für Feuerwehrgerätschaften mit Sepp Harasser an der Spitze, der noch einmal rund 15 000 Euro für die Finanzierung beigesteuert hatte.
(Bericht: Sepp Hauser, Bilder: Benno Stockklauser)
 
 
© 2010 Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl e.V. / Autor: Max Weiss
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