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2014
Großübung auf dem Scheibelberg, Steinplatte am 18. Oktober 2014
Mit einem »Großschadenereignis« erlebten die Hilfskräfte von drei benachbarten Bundesländern am vergangenen Samstag eine Premiere in ihrer Zusammenarbeit: Am Scheibelberg im Skigebiet Winklmoos/Steinplatte war ein Flugzeug abgestürzt, Rettungskräfte aus zehn angrenzenden Ortschaften wurden für die Übung alarmiert. 35 Einsatzfahrzeuge der verschiedenen Feuerwehren, des Roten Kreuzes, der Bergwacht und der Polizei strebten nach der Alarmierung am frühen Nachmittag auf teils unwegsames Gelände der Unglücksstelle entgegen, insgesamt waren an der dreistündigen Bergungsaktion 203 Einsatzkräfte beteiligt.
Welch große Bedeutung diesem erstmaligen Übungsszenario auch von politischer Seite beigemessen wurde, zeigte sich bei der Schlussbesprechung auch darin, dass die drei Bürgermeister der benachbarten Gemeinden Unken, Waidring und Reit im Winkl vor Ort waren und auch der Bezirkshauptmann aus Kitzbühel, Dr. Michael Berger. Seit vielen Jahren schon bestand die Absicht zu einem gemeinsamen Einsatz der Rettungskräfte aus dem Salzburger Land, aus Tirol und Bayern. Der Waidringer Feuerwehrkommandant Gerhard Horngacher ergriff schließlich die Initiative und ersann dieses »Großschadensereignis« am Scheibelberg: Demnach war zunächst die Waidringer Feuerwehr wegen eines Waldbrandes im grenzüberschreitenden Skigebiet alarmiert worden, schnell stellte sich vor Ort aber ein völlig anderes Szenario dar, der Absturz eines Flugzeugs. Dies war in Salzburg in westlicher Richtung gestartet, hatte aber schnell an Höhe verloren und war am Scheibelberg abgestürzt. Sofort wurde also Großalarm ausgelöst, Rettungskräfte unter anderem aus Unken, Reit im Winkl, Oberwössen bis hin nach Kitzbühel wurden gerufen, der Luftraum musste weiträumig gesperrt werden.

Um den Einsatzkräften vor Ort ein möglichst realistisches Unfallbild zu geben, waren weitflächig diverse Gepäckstücke der vermeintlichen Passagiere verteilt worden, drei schrottreife Autos dienten als Ersatz für die Bergung eingeschlossener Unfallopfer aus Teilen des Flugzeuges. Kernaufgabe war vor Ort die Koordinierung der Helfer, dazu wurden schnell drei Einsatzgebiete definiert und eine sogenannte »Triage« eingerichtet. An diese Stelle, ein Platz etwas abseits vom Unglücksort, bauten die Sanitäter des Roten Kreuzes ein Zelt auf, wohin die Verletzten gebracht und erstversorgt wurden. Im Lagezentrum trafen sich immer wieder bis zu 20 Leiter der verschiedenen Einsatzgruppen, um den Fortgang der Rettungsmaßnahmen zu besprechen. »Als nachteilig haben sich die unterschiedlichen Funktechniken erwiesen, teils wird mit analogem, teils mit digitalem Funkbetrieb gearbeitet«, sagte nach der Großübung Kommandant Horngacher. Dennoch sei die gesamte Rettungsaktion wie geplant verlaufen, auch wenn eine Übungsannahme dieser Größenordnung freilich eine »große Herausforderung« darstelle. Seine Hochachtung gegenüber den über 200 ehrenamtlichen Helfern zollte dann auch Dr. Michael Berger, Bezirkshauptmann aus Kitzbühel: Was hier geleistet werde, sei schon »mehr als respektabel«. Derartige Übungen, gerade über Landesgrenzen hinweg seien »überaus wichtig«. ost
 
Bezirks-Ausbildungsübung (BABÜ 2014) in Hochfilzen am 4.10.2014
Im Turnus von 2 Jahren findet am Truppenübungsplatz in Hochfilzen (Tirol) die Bezirks-Ausbildungsübung, auch BABÜ genannt, statt. Wie in den Vorjahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl auch 2014 vom Oberbrandrat Karl Meusburger dazu eingeladen. Karl Meusburger ist der Bezirks-Feuerwehrkommandant des Bezirksfeuerwehrverbandes Kitzbühel und hat das Kommando über die Bezirks-Ausbildungsübung. An der Großübung nahmen fast alle Feuerwehren des Bezirks Kitzbühel teil. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl waren auch noch die Freiwilligen Feuerwehren aus Lofer und Leogang sowie eine Gruppe des Bundesheeres an der Übung beteiligt. Die Freiwilligen Feuerwehren wurde vom Roten Kreuz unterstützt, das ebenfalls bei allen Übungen ihr Können zeigte. Erstmals wurde im Rahmen der BABÜ auch ein Sucheinsatz geübt, bei dem auch 20 Mann der Bergrettung sowie die Polizei dabei waren. An diesem Tag wurden 46 bestens vorbereitete Übungen abgearbeitet, das war ein Rekordwert. Insgesamt waren an diesem Tag ca. 400 Freiwillige Einsatzkräfte anwesend.

Nach der Begrüßung starteten die ersten Einsätze um 8 Uhr morgens. Von der FF Reit im Winkl nahmen 8 Feuerwehrmänner mit 2 Fahrzeugen an der Großübung teil. Sie wurden von der Übungsleitstelle zu 7 verschiedenen Übungsszenarien alarmiert. In der 1. Einsatzübung wurde die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl zur Unterstützung bei einem Brand in der Kantine gerufen. Neben der Personenrettung wurde auch Brandbekämpfung geleistet. In weiteren Einsätzen wurde die FF Reit im Winkl zu 2 schweren Verkehrsunfällen alarmiert. Bei diesen Einsätzen wurde stets die Bergeschere eingesetzt. Danach ging es zu einem Gefahrgutunfall in einem Labor. Die FF Reit im Winkl hatte die Einsatzleitung. Neben der Personenrettung galt es auch einen Brand zu bekämpfen. Als die FF Reit im Winkl wieder einsatzbereit war, ging es zu einem Stromunfall auf einem Hochmasten. Auch hier wurde die FF Reit im Winkl mit der Einsatzleitung betraut. Zur Personenrettung wurde die Drehleiter der FF St. Johann in Tirol angefordert. Es wurde außerdem noch nach weiteren beteiligten Personen gesucht. Beim anschließenden Chemieunfall auf der Bundesstraße hatte die FF Reit im Winkl wieder die Einsatzleitung zu übernehmen. Es waren Laborabfälle sowie ein Behälter mit Magnesium umgefallen, ein Kind war verletzt, 2 Kinder vermisst. Neben der Absicherung der Unfallstelle übernahm die FF Reit im Winkl die Personensuche. Im letzten Einsatz wurden die Floriansjünger aus Reit im Winkl zur Unterstützung für eine technische Hilfeleistung gerufen. Auf einer Baustelle ist eine Person vom Dach gestürzt, und dabei auf Baustahl gefallen. Auch zu diesem Einsatz wurde die Bergeschere benötigt. Neben der großen Flexibilität in Bezug auf die Einsatzszenarien steht die Zusammenarbeit und Kooperation mit den teilnehmenden Feuerwehren und Sanitätern im Vordergrund der Großübung. Nach den Übungen gab es stets eine Besprechung der Einsätze durch fachkundiges Personal, die die Übungen beobachteten. Nach der Abschlussbesprechung um 17.15 Uhr ging es für die Reit im Winkler Feuerwehrmänner wieder zurück nach Reit im Winkl.
 
Gemeinschaftsübung mit Kössen in Reit im Winkl 2. Oktober 2014
Eine Fahrzeughalle ist in Brand geraten, eingeschlossen sind darin drei verletzte Personen, der angrenzende Bergwald brennt ebenso. Erschwerend kommt hinzu, dass der nächst gelegene Hydrant über einen halben Kilometer entfernt ist: Mit diesem Einsatzszenario sahen sich am vergangenen Donnerstagabend die freiwilligen Helfer der Feuerwehren Kössen und Reit im Winkl konfrontiert, die in Reit im Winkl, genauer am Glapfhof zusammen mit den Einsatzkräften des Bayerischen Roten Kreuzes ihre gemeinsame Herbstübung abhielten.
Mit dem Ergebnis zeigten sich nach der gut einstündigen Übung die Helfer, die Kommandanten und hochrangigen Funktionäre sehr zufrieden. Der Glapfhof ist ein exponiertes, großes Anwesen vom Zentrum aus in Richtung des Ortsteiles Birnbach gelegen. Zur Gaststätte gehören auch landwirtschaftliche Gebäude. Dort - so das Szenario - ist in einer Maschinenhalle ein Brand ausgebrochen, drei verletzte Personen sind darin eingeschlossen. Die Rettung der Verletzten war die primäre Aufgabe der Reit im Winkler Feuerwehrler; mit schwerem Atemschutzgerät drangen sie in den Holzstadel ein und holten nacheinander die drei Menschen heraus. Dabei zählte jede Sekunde, sagte im Nachhinein der neue Reit im Winkler Kommandant Günther Braun. Jeder Atemzug mehr in einem verrauchten Gebäude könnte für die Opfer lebensbedrohlich sein, und "lieber unschön gerettet, als schön gestorben", wie er die beherzten Rettungsmaßnahme der Helfer mit ihren Atemschutzmasken beschrieb. Teil dieses Einsatzes war auch die schnelle Übergabe der Opfer an die Helfer des BRK, die mit sechs Mann und zwei Fahrzeugen vor Ort waren. Während der Rettung der Verletzten bemühten sich, wie vereinbart, die Kollegen aus Kössen, eine 540 Meter lange Schlauchleitung zu legen; 37 Meter Höhenunterschied waren zudem zu bewältigen. Wie die Reit im Winkler hatte auch die Feuerwehr aus Kössen binnen weniger Minuten 25 Einsatzkräfte vor Ort und ebenso fünf Einsatzfahrzeuge. Es stellte sich heraus, dass die lange Schlauchleitung die einzige Möglichkeit war, um genügend Löschwasser zu organisieren, denn vor Ort ist weder ein Hydrant, noch ein Teich mit ausreichend Wasser, auch keine Löschwasserzysterne. Zudem war auch ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen nicht realisierbar.

Die Übung, so wurde am Ende von verschiedenen Seiten konstatiert, verlief sehr konzentriert, sehr routiniert. "Wir üben mit den Kössener Kollegen schon seit vielen Jahren zusammen, wir arbeiten hier mit digitaler Funktechnik, es klappt immer alles reibungslos", sagt Kommandant Günther Braun; erstmals hatte er diese Großübung zu organisieren. Auch Kreisbrandmeister Alfred Waschin aus Übersee und Karl Meusburger, Oberbrandinspektor aus Kirchdorf in Tirol, zollten ob der effektiven und engagierten Übung allen Einsatzkräften ihren Respekt. Dass diese enge Kooperation zwischen den Wehren aus Kössen und Reit im Winkl so gut abgestimmt verläuft, hat im Übrigen eine längere Tradition: Sie rücken nicht nur immer wieder zu gemeinsamen Einsätzen aus, sondern auch zu zwei Großübungen in jedem Jahr: Während im Frühjahr die Reit im Winkl Feuerwehrler nach Kössen zu einem Übungseinsatz eilen, kommen die Kollegen aus dem Tiroler Nachbarort in jedem Herbst zu einem Probeeinsatz nach Reit im Winkl. ost
 
Gemeinschaftsübung in Oberwössen am 16. September 2014
Die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl beteiligte sich mit 5 Fahrzeugen an der Gemeinschaftsübung des oberen Achental. Beim Übungsalarm hieß es „Zimmerbrand im 1. Obergeschoss, Hotel zur Post in Oberwössen, mehrere vermisste Personen“. Die Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl rückte an und wurde mit verschiedenen Aufgaben betraut. Das Löschfahrzeug der FF RiW fuhr an den nahe gelegenen Moosbach. Die Pumpe wurde aus dem LF entnommen und Löschwasser aus dem Moosbach angesaugt, um damit die Wasserförderung für das Reit im Winkl Tanklöschfahrzeug sicherzustellen. Das Tanklöschfahrzeug wiederum speiste den Reit im Winkler Hubsteiger und hielt Löschwasser zum Schützen und Kühlen des oberirdischen Gastankes bereit. Mit dem Reit im Winkler Hubsteiger wurde der 2. Rettungsweg sichergestellt sowie die Rettung von vermissten Personen über die Balkone. Beim RiW Mehrzweckfahrzeug 11/1 wurde die Atemschutzsammelstelle aufgebaut.  Dort meldeten sich alle aktiven Feuerwehrleute, die mit schwerem Atemschutz die Personenrettung durchführten. An der Gemeinschaftsübung nahmen die Freiwilligen Feuerwehren Oberwössen, Unterwössen, Schleching und Reit im Winkl teil. Nachdem der Einsatzleiter, Walter Bauer - Kommandant der FF Oberwössen, das Übungsende an die beteiligten Feuerwehren weitergab, wurden alle verwendeten Gerätschaften wieder zusammengeräumt. Als Übungsbeobachter erschienen der Kreisbandinspektor Georg König aus Übersee, Thomas Mayer - Kommandant der FF Marquartstein sowie Peter Hornberger stellvertretender Kommandant der FF Grassau. Bevor es dann eine Brotzeit im Feuerwehrhaus der FF Oberwössen gab, bedankte sich noch der Bürgermeister der Gemeinde Unterwössen, Ludwig Entfellner, bei den Übungsteilnehmern für deren ehrenamtlichen und freiwilligen Einsatz.
 
Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" am 13 Mai 2014
Am 13. Mai 2014 legten 2 Gruppen mit 15 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Reit im Winkl das Leistungsabzeichen zur Technischen Hilfeleistung erfolgreich ab. Der 3. Bürgermeister Max Weiß, selbst aktiver Feuerwehrmann, und der Geschäftsführer der Gemeinde Reit im Winkl Michael Englert überzeugte sich selbst vom Leistungsstand der Prüfungsteilnehmer. Die Feuerwehrmänner übten ca. 2 Wochen für das Leistungsabzeichen. Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung konnte der Kreisbrandmeister Josef Steinhauer allen Teilnehmern ihre Abzeichen überreichen. Benedikt Hagl und Dominik Wolfenstätter erhielten das Abzeichen in Bronze; Christian Niemeier und Michael Rieder das Abzeichen in Silber; Simon Dirnhofer und Nihad Mujagic` das Abzeichen in Gold; Günter Dirnhofer jun. und Michael Schönhuber das Abzeichen in Gold blau sowie Jan Schröter und Florian Wellnitz das Abzeichen in Gold grün. Das Abzeichen in Gold rot (Stufe 3/3) wurde an Manuel Bürger, Stefan Huber, Andreas Meier jun., Matthias Meier sowie an Jakob Speicher verliehen.
Das Schiedsrichterteam um KBM Josef Steinhauer wurde ergänzt von Rupert Kink, Kommandant der FF Übersee und Albert Stadler, Kommandant der FF Inzell. Als Ausgangsgrundlage für die Einsatzübung wird ein Verkehrsunfall, der sich nachts ereignet hat, angenommen. Der Fahrer ist eingeklemmt und ansprechbar, es treten keine Betriebsstoffe aus. Rettungsdienst und Polizei sind noch nicht vor Ort. Der Gruppenführer gibt die Lageschilderung an die Mannschaft und erteilt den Einsatzbefehl. Der Melder übernimmt die Erstversorgung, der Wassertrupp erstellt die Verkehrsabsicherung, der Schlauchtrupp baut die Einsatzstellenbeleuchtung und die Stromversorgung auf und der Angriffstrupp bereitet die Geräteablage mittels einer Plane vor. Der Angriffstrupp bekommt danach einen weiteren Befehl und hat das Unfallfahrzeug mit Unterbaumaterial und Unterlegkeilen zu sichern. Als nächstes rüstet sich der Wassertrupp mit Schnellangriff und Pulverlöscher zur Sicherung gegen Brandgefahr aus. Anschließend rüstet sich der Angriffstrupp mit Spreizer und Schneidgerät zur Personenbefreiung aus. Wechselweise werden Spreizer und Schneidgerät geöffnet und geschlossen. Die Leistungsprüfung ist in einer bestimmten Sollzeit zu erfüllen. Zusätzlich müssen die Prüfungsteilnehmer im Rahmen der Gerätekunde noch wissen, wo verschiedene Gegenstände z. B. Brechstange, Feuerlöscher oder das Warndreieck im Fahrzeug zu finden sind. Je nach Ablegung der Leistungsstufe kommen noch weitere Zusatzaufgaben wie die truppweise Vorführung eines Ausrüstungsgegenstandes (z. B. Flutlichtstrahler mit Stativ oder Trennschleifmaschine), das Erkennen von Gefahrgutzeichen und die Beantwortung von Testfragen dazu. Die jeweiligen Gruppenführer der angetretenen Gruppen stehen bereits im vor hinein fest. Alle weiteren Funktionen in Form des Melders, Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupps werden zur Steigerung der Anforderungen ausgelost. Nach den Ansprechen und der Übergabe der Abzeichen im Schulungsraum gab es eine Brotzeit.
 
 
 
 
© 2010 Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl e.V. / Autor: Max Weiss
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