AktuellesÜber unsAusrüstungEinsätzeÜbungenChronikVereinBürger-InfosLinksKontaktImpressum
20192018201720162015201420132012201120102009
 
 
2019
 
Übungstag der Feuerwehren und Rettungsdienste am 4. Mai 2019 in Reit im Winkl
Als am Samstag (4.5.19) fast pausenlos Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst durch den Ort fuhren, war der Grund dafür keine rätselhafte Unglücksserie. Das Großaufgebot von Einsatzkräften hatte seine Ursache in einem großen gemeinsamen Übungstag von Feuerwehren, Bayerischem Roten Kreuz, Bergwacht, Technischen Hilfswerk und Polizei, der alle zwei Jahre im Inspektionsbereich Florian Traunstein Land 2/2 durchgeführt wird. Insgesamt 190 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, davon 100 Feuerwehrler aus Reit im Winkl, Oberwössen, Unterwössen, Schleching, Marquartstein, Grassau, Rottau, Staudach-Egerndach, Übersee sowie aus Kössen und Waidring (Tirol), dazu Sanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes und der Bergwacht, Helfer des THW, eine Polizeistreife sowie Verletztendarsteller und Übungsbeobachter nahmen daran teil. An elf Einsatzstellen im Gemeindegebiet wurden unterschiedlichste Notfallsituationen in Szene gesetzt. Helfer der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) des Bayerischen Roten Kreuzes unter Leitung von Julia Wengbauer sorgten für täuschend echte Verletzungen und Aktive verschiedener Feuerwehren stellten sich als Komparsen zur Verfügung. Aufgabe der Rettungskräfte war es nach dem Übungsalarm zu den Unglückorten zu fahren und die dort notwendige Hilfe zu leisten. Was die Einsatzkräfte erwartete, blieb vorab geheim, erst als die Rettungs- und Löschtrupps an den Unfallstellen ankamen, erfuhren sie, um welche Art von Notfall oder Unglück es sich handelte. Ausrichter des Übungstages waren die Aktiven der Feuerwehr Reit im Winkl unter Leitung des 1. Kommandant Günter Braun, unterstützt von Kreisbrandinspektor Georg König und Kreisbrandmeister Thomas Mayr. In Szene gesetzt wurde der Sturz eines Mountainbike-Fahrers, der einen Hang hinabstürzte und schwer verletzt wurde. Floriansjünger, Bergwachthelfer und Rettungssanitäter mussten bei der Rettungsaktion eng zusammenzuarbeiten, um bestmögliche und schnelle Hilfe zu gewährleisten. Im Freibad war eine leblose Person aus einem Schacht zu retten; sofort nach Befreiung musste mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen werden. Bei Entfelden war ein Paraglider abgestürzt und in einem Baum unsanft gelandet. Von der Feuerwehr, in Zusammenarbeit mit Bergwacht und unter Einsatz einer Drehleiter, war der „Bruchpilot“ zu retten. Auf einer Baustelle war ein Arbeiter in Baustahl gefallen. Dabei zog er sich eine schrecklich anzusehende Pfählungsverletzung zu. Wieder war eine enge Abstimmung der Retter notwendig – der Floriansjünger, die die technische Rettung durchführten und des Rettungsdienstes, der sich um die medizinische Versorgung und Behandlung kümmerte. Im gemeindlichen Bauhof wurde ein Kellerbrand mit starker Rauchentwicklung inszeniert. Hier wurde der Löscheinsatz von Atemschutzgeräteträgern geübt. Ein weiterer Brand im Freien war auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerkes zu löschen. Um in einem Gebäude am Minigolfplatz zu einem Verletzten mit Kohlenmonoxydvergiftung zu gelangen, der in einem geschlossenen Raum ein Aggregat laufen ließ, war das schnelle Öffnen der Tür durch die Feuerwehr mit Hilfe eines Spezialgeräts erforderlich. Spektakulär auch ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Personenwagen, von denen einer zur Seite kippte. Mehrere Personen waren schwer verletzt und mussten mit hydraulischen Rettungsgeräten aus den Wracks befreit werden. Eine große Herausforderung für die Rettungskräfte war ein weiterer Verkehrsunfall, bei dem ein Radfahrer von einem Auto erfasst und schwer verletzt und teilweise eingeklemmt wurde. Schwerverletzte, die eingeklemmt und aus misslicher Lage zu befreien waren, gab es auch bei einem Forst- sowie einem Betriebsunfall („Person unter Holzganter“). Bei allen Notfallstationen stand routiniertes Arbeiten und die koordinierte Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsdienste, gepaart mit Improvisationsgabe und dem Augenmerk auf die notwendige Eigensicherung der Helferinnen und Helfer im Vordergrund. Koordiniert wurde der Übungstag von einer Übungsleitstelle aus, die aus den Einsatzleitfahrzeugen der Feuerwehren gebildet wurde. Vom Bereitstellungsraum am Hallenbad aus wurden die Einheiten zu den Einsätzen beordert. Die Übungsstellen wurden insgesamt 46 Mal angefahren, jede im Schnitt mindestens vier Mal - so das man zurecht von einem Übungsmarathon sprechen kann. Kreisbrandinspektor Georg König, Initiator des Übungstages, zog am Ende eine insgesamt positive Bilanz der gezeigten Leistungen. Er lobte die Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen, die auch über die Ländergrenze hinweg, mit den Feuerwehrkameraden aus Tirol, bestens funktioniere. Der Übungstag sei ein Erfolg gewesen, auch wenn es einige verbesserungswürdige Punkte gebe, an deren Umsetzung künftig bei Aus- und Fortbildung gearbeitet werde, betonte König. Defizite zu erkennen sei der eigentliche Sinn von Gemeinschaftsübungen. „Alle Übenden waren mit voller Motivation bei der Sache und arbeiteten professionell, wie im Ernstfall“, würdigte König. Es gebe kaum eine bessere Gelegenheit als den Übungssamstag, um junge Führungskräfte realitätsnah und in der Praxis zu schulen, so Königs Resümee. Deshalb werde es auch in zwei Jahren eine Neuauflage geben. Kreisbrandrat Christof Grundner sowie Josef Heigenhauser und Matthias Schlechter, 1. und 2. Bürgermeister von Reit im Winkl, beobachteten die Übungen und dankten den Ehrenamtlichen für das Engagement und die Zeit, die sie für den Übungstag aufwendeten. Nach dem fast fünfstündigen Übungsmarathon bedankte sich die Gemeinde Reit im Winkl mit einer stärkenden Brotzeit bei den 190 Teilnehmern der Großübung. Und zum Schluss eine "Wettermeldung": "Petrus muss Feuerwehr- und Übungssamstag-Fan sein, denn pünktlich zum Abschluss der Übungen setzte Regen und Sturm ein - bis dahin war es trocken", freute sich KBI König.
Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Quell
e: https://www.kfv-traunstein.de/112-aktuell/kurzmeldungen/detailseite/datum/2019/05/04/feuerwehren-und-rettungsdienste-im-uebungsmarathon/
 
 
 
 
© 2010 Freiwillige Feuerwehr Reit im Winkl e.V. / Autor: Max Weiss
SitemapImpressumKontakt